Praktikum/Auslandsstudium

Praktikum & Auslandsstudium

Praktikum

In den Studiengängen

B.A. Ostslawistik (Modul 04-888-1014)

B.A. Westslawistik (Modul 04-072-1012)

ist ein sog. berufsfeldbezogenes Praktikum (mind. 4 Wochen betreutes Vollzeit-Praktikum) vorgesehen, das Sie im Studienverlauf absolvieren müssen, und für welches Sie 10 Leistungspunkte sowie eine Bewertung erhalten. Die Prüfungsleistung ist hier ein zusammenhängender schriftlicher Bericht (Aufsatz) von mindestens 10 Seiten mit Darstellung der Aktivitäten und des Erkenntnisfortschritts und einer Kurzfassung von mindestens 2 Seiten in einer studierten ostslawischen bzw. westslawischen Fremdsprache. Der Bericht wird zusammen mit dem Praktikumszeugnis der jeweiligen Einrichtung als Modulabschlussprüfung gewertet. Die Bewertung an der Universität Leipzig erfolgt durch zwei Prüfer.

Vor der Anmeldung zum Praktikum ist das Einverständnis der Prüfer (Prof. Dr. Harreß/ Dr. Müller-Reichau bzw. Prof. Dr. Rytel-Schwarz bzw. Jun.-Prof. Artwinska) persönlich einzuholen.

Die Anmeldung zum Praktikumsmodul erfolgt direkt beim Prüfungsamt bei Herrn Dorn und erfordert die Angabe  

- der Praktikumseinrichtung

- des Praktikumszeitraums

- der Prüfer, die ihr Einverständnis erklärt haben

- der Matrikelnummer

Eine Anmeldung via E-Mail kann nur von Ihrer Universitätsadresse aus erfolgen.

Die Berufsfeldbezogenheit des Praktikums ist ein wichtiges Kriterium. Bitte sprechen Sie die Eignung des Praktikums mit Ihrer Prüferin/Ihrem Prüfer ab.

Das Praktikum stellt eine sog. Fachbezogene Schlüsselqualifikation (SQ) dar.

Nutzen des Praktikums

Mit dem Praktikum haken Sie zunächst einen wichtigen Studienbaustein ab. In der Hauptsache dient es jedoch dazu, dass Sie bereits erworbene Fähigkeiten ausprobieren und um neue ergänzen können. Viele Praktikumseinrichtungen sind vor allem an ihren Fremdsprachenkenntnissen interessiert und setzen Sie für die Übersetzung von Flyern, Broschüren oder Internetauftritten ein. Auch wenn Sie an dieser Stelle von großem Nutzen sein können - fragen Sie immer auch danach, was Ihnen ein Praktikum bringen kann, welche neuen Kenntnisse Sie erwerben wollen. Nicht zuletzt kann ein Praktikum auch ein erster Einstieg in eine spätere berufliche Tätigkeit sein. Seien Sie sich dessen bewusst, dass Sie ein Praktikum in einer gemeinnützigen Einrichtung auch und vor allem für eine ehrenamtliche Tätigkeit qualifiziert. Das Praktikum kann selbstverständlich auch im Ausland erfolgen, z.B. im Rahmen des Erasmus Programms. Interessieren Sie sich für ein Praktikum in Russland, so können Sie vom DAAD-Förderprogramm "Russland in der Praxis" profitieren.

Finanzielle Aspekte

Da das Praktikum als Wahlpflichtmodul in die jeweiligen Studiengänge integriert ist, handelt es sich um ein vorgeschriebenes Zwischenpraktikum, das im Regelfall kein Arbeitsverhältnis begründet. Das bedeutet: Sie haben keinen Anspruch auf Bezahlung, auch muss die Praktikumseinrichtung Sie nicht zur Sozialversicherung anmelden. Einige Einrichtungen verlangen eine Bestätigung der Universität, aus der die Natur des Praktikums hervorgeht. Hier genügt es jedoch, wenn Sie Ihre Immatrikulationsbescheinigung sowie die für Sie gültige Prüfungsordnung vorlegen. Trauen Sie sich im übrigen ruhig, nach einer moderaten Vergütung zu fragen. Zwar ist man an Ihnen meist als sehr günstiger Arbeitskraft interessiert, das heißt jedoch nicht, dass Sie ganz ohne Vergütung tätig sein müssen. Ein erfolgreiches Verhandeln über die Konditionen Ihres Praktikums gehört schon zu den Erfahrungen, die Ihnen das Praktikum vermitteln soll.

Vertragliche Aspekte

Bestehen Sie auf dem Abschluss eines schriftlichen Praktikumsvertrages. Darin sind Ihre Pflichten und Arbeitszeiten nachvollziehbar niedergelegt. Auch sind Sie als Praktikant in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Solange Sie kein Entgelt erhalten, ist dies für die Praktikumseinrichtungen in der Regel kostenfrei.

Selbstverständlich werden auch reguläre Arbeitsverträge als Praktika anerkannt, sofern Sie nach Ihrer Immatrikulation abgeschlossen wurden.

Vor allem, wenn Sie als Übersetzer, Dolmetscher o.ä. tätig sind, werden Ihnen möglicherweise auch Honorar- bzw. Werkverträge angeboten. Auch solche Verträge können ein Praktikum im Sinne der Prüfungsordnung begründen. Beachten Sie aber, dass es sich hier um selbständige bzw. freiberufliche Tätigkeiten handelt.

Bestehen Sie in jedem Fall auf einem Praktikums- oder Arbeitszeugnis oder auf einem sonstigen Referenzschreiben. Es dient nicht nur dazu, das Ableisten Ihres Praktikums nachzuweisen, sondern stellt ein wichtiges Dokument in den Unterlagen für Ihre spätere Bewerbung um einen Arbeitsplatz dar.

Im Studiengang

B. A. Plus Westslawistik interkulturell

ist in der Regel im 6. Fachsemester ein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Das Institut für Slavistik unterstützt bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz. Der als Prüfungsleistung zu erbringende Bericht wird an der ausländischen Hochschule eingereicht und bewertet.

Im Studiengang

B. A. Interkulturelle Kommunikation und Translation Tschechisch-Deutsch

ist für den Auslandsaufenthalt ebenfalls ein Praktikumsmodul vorgesehen. Das Institut für Translatologie der Karlsuniversität Prag unterstützt bei der Suche eines Praktikumsplatzes und bewertet den eingereichten Bericht.

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Auslandsaufenthalt

In den Studiengängen

B.A. Ostslawistik (Modul 04-888-1013)

B.A. Westslawistik (Modul 04-072-1011)

M.A. Slawistik (Modul 04-050-1510)

ist ein sog. Studienaufenthalt im Zielland bzw. ein Auslandsaufenthalt bzw. sind Studien im Zielsprachenland (mind. 3 Monate) vorgesehen. Auslandsaufenthalte bilden die Wahlpflichtalternative zum Praktikums- und anderen Modulen und wird ebenfalls mit 10 Leistungspunkten bewertet. Eine Benotung erfolgt auf Grundlage eines zusammenhängenden schriftlichen Berichts (Aufsatz) von mindestens 8 Seiten mit Darstellung der Aktivitäten und des Erkenntnisfortschritts und einer Kurzfassung von mindestens 2 Seiten in einer studierten slawischen Fremdsprache. Der Bericht wird zusammen mit den an der Gastuniversität – in der Regel in der Landessprache – erbrachten Studienleistungen als Modulabschlussleistung an der Universität Leipzig gewertet. Die Benotung der an der Gastuniversität erbrachten Einzelleistungen wird dabei anerkannt. Die Bewertung an der Universität Leipzig erfolgt durch zwei Prüfer.

Die Anmeldung erfolgt persönlich bei Herrn Dorn vom Prüfungsamt oder via E-Mail von Ihrer Universitätsadresse aus. Folgende Angaben werden benötigt:

- Angabe der Prüfer

- Angabe der aufnehmenden Hochschule

- Angabe Ihrer Matrikelnummer

- Immatrikulationsbescheinigung der aufnehmenden Hochschule (kann nachgereicht werden)

- Transcript of Records (nach Rückkehr)

- Verweis auf den Kurskatalog bzw. das Lehrveranstaltungsverezichnis der aufnehmenden Hochschule (für die Prüfung der Anerkennung von Studienleistungen)

Lehramtsstudierende müssen bei der Anmeldung einen mindestens dreimonatigen Aufenthalt im Zielsprachenland nachweisen. Dabei muss es sich nicht zwingend um einen Studienaufenthalt handeln. Die Kriterien für die Anerkennung Ihres Auslandsaufenthalts durch die Sächsische Bildungsagentur finden Sie hier.

Organisation

In der Gestaltung und Organisation ihres Auslandsstudienaufenthalts sind die Studierenden grundsätzlich frei. Eine Beratung durch das Akademische Auslandsamt der Universität Leipzig wird jedoch in jedem Fall empfohlen. Es besteht die Möglichkeit, slawistische Inhalte an allen Universitäten weltweit zu studieren oder slawistische und andere Studieninhalte an Universitäten in ost- bzw. westslawischen Ländern. Das Studium nicht-slawistischer Inhalte in Ländern, in denen keine slawische Sprache einen offiziellen Status besitzt, ist grundsätzlich kein Aufenthalt im Sinne der Studienordnung.

Die Universität Leipzig unterhält Partnerschaften mit folgenden Hochschulen im slawischen Ausland:

Moskowski Gosudarstwenny Uniwersitet im. M. W. Lomonossowa (Moskau, Russische Föderation)

Sankt-Peterburgski Gosudarstwenny Uniwersitet (Sankt Petersburg, Russische Föderation)

Kazanski Federalny Uniwersitet (Kazan, Tatarstan, Russische Föderation)

Kiewski Nazionalny Uniwersitet im. Tarasa Schewtschenko (Kiew, Ukraine)

Beloruski Gosudarstwenny Uniwersitet (Minsk, Belarus)

Uniwersytet Wrocławski (Breslau, Polen)

Uniwersytet Jagiellonski w Krakowie (Krakau, Polen)

Univerzita Karlova v Praze (Prag, Tschechien)

Sofiski Universitet Sw. Kliment Ochridski (Sofia, Bulgarien)

Univerza v Ljubljani (Laibach, Slowenien)

Anerkennung von Studienleistungen

Im Ausland absolvierte Studieninhalte werden im Rahmen Ihres Studiengangs an der Universität Leipzig anerkannt, wenn sie qualitativ und quantitativ vergleichbar und in einem Transcript of Records dokumentiert sind und in der Regel in der Landessprache des Zielsprachenlandes absolviert wurden. Es ist ratsam, die Vergleichbarkeit bereits vor Antritt Ihres Auslandssemesters mit den zuständigen Studienfachberatern abklären.

Über eine Vergleichbarkeit ausländischer Module und Lehrveranstaltungen mit Modulen nicht-slawistischer Studiengänge der Universität Leipzig können die Studienfachberater der Slawistik naturgemäß nicht befinden. Wenden Sie sich hierzu bitte an die Verantwortlichen der jeweiligen Studiengänge.

Auslandsaufenthalte im Rahmen des B.A. Plus: Westslawistik interkulturell

Die beiden Auslandssemester in Prag und in Wrocław sind obligatorisch, setzen die erfolgreiche Absolvierung aller Module des 1.-4. Fachsemesters voraus und werden vom Institut für Slavistik organisiert. Studierende mit dem Schwerpunkt Polnisch verbringen das 5. Semester in Prag und das 6. in Wrocław, beim Schwerpunkt Tschechisch wird im 5. Semester in Wrocław studiert, im 6. in Prag. Es sind insgesamt 60 Leistungspunkte zu erbringen, davon 20 in Pflichtmodulen, 10 im Praktikum sowie 30 durch Wahlpflichtmodule aus den Bereichen Medienwissenschaft, Geschichte, Politikwissenschaft, Kultur- und Literaturwissenschaft oder Sprachwissenschaft. Entsprechende Informationen erhalten die Studierenden bei Vorbereitungstreffen.

Das Auslandsstudium wird durch je ein Zertifikat aus Wrocław und Prag sowie im Diploma Supplement dokumentiert. Studierende, die sich für die Studiengangsvariante „Westslawistik interkulturell“ interessieren, melden sich bitte bis spätestens Ende des zweiten Fachsemesters bei Prof. Dr. Danuta Rytel-Schwarz an. Am Ende jedes Auslandssemesters ist ein Bericht abzugeben. Nach den beiden Auslandssemestern wird das Studium in Leipzig mit dem 7. und 8. Fachsemester fortgesetzt.

Auslandsaufenthalte im Rahmen des B.A. Interkulturelle Kommunikation und Translation Tschechisch-Deutsch (Internationaler B.A.-Studiengang mit Doppelabschluss der Universität Leipzig und der Karlsuniversität Prag)

In diesem betreuten Studiengang ist ein Auslandsaufenthalt in Prag im 5. und 6. Fachsemester obligatorisch. Er setzt voraus, dass alle Module des 1.-4. Fachsemsters erfolgreich absolviert wurden. Der Auslandsaufenthalt wird vom Institut für Slavistik organisiert. Es sind 20 Leistungspunkte in Fachmodulen, 10 Leistungspunkte im Praktikum sowie 20 Leistungspunkte in Wahlbereichsmodulen zu erbringen. Zudem wird in Prag die Arbeit an der Bachelorarbeit begonnen und nach Rückkehr in Leipzig abgeschlossen. Für das Auslandsjahr stehen besondere DAAD-Stipendien aus den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verfügung, nach Ende jedes Auslandssemesters ist ein Bericht abzugeben. Die Universität Leipzig und die Karlsuniversität Prag erkennen erfolgreich absolvierte Studienleistungen gegenseitig an, zum erfolgreichen Abschluss wird von beiden Universitäten jeweils ein Zeugnis, ein sog. Double Degree, verliehen. Studierende des Studiengangs „B.A. Interkulturelle Kommunikation und Translation Tschechisch-Deutsch“ werden rechtzeitig über die Modalitäten und die Anmeldung in Prag informiert.
 

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letzte Änderung: 03.06.2017